Juli 13 2011
Styrodur - Kunststoff aus dem Baumarkt und Fachhandel
Polystyrol ist ein schaumförmiger, fester Thermoplast, der aufgrund seiner Struktur einige nutzbare Eigenschaften aufweist und daher in vielen Bereichen der Dämmungs- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden kann.
Styrodur ist eine andere Bezeichnung für Polystyrol-Kunststoffe, die man unter anderem im Baumarkt in Form von Platten kaufen kann. Die Struktur des Stoffes macht die Eigenschaften des Materiales aus, denn genau genommen besteht es aus festgewordenem Schaum mit Lufteinlagerungen. Diese kleinen Bläschen lassen das Material weiß erscheinen, wobei der Stoff eigentlich farblos ist. Die Polster sorgen weiterhin für eine gute Dämpfung bei mechanischer Beanspruchung sowie eine nutzbare Wärmedämmung, da sie bei großem Volumen sehr leicht sind. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeleiter, daher kann eine Wärmeübertragung zwischen den einzelnen Schaumkugeln nur sehr schlecht erfolgen. Weiterhin kann Polystyrol aufgrund der geringen Dichte kaum Wärme speichern und damit abstrahlen, demzufolge wird es vorwiegend in der Fassadendämmung eingesetzt.
Ein weiteres Merkmal des Materials ist seine Wasserunempfindlichkeit. Polystyrol ist nicht wasserlöslich und sogar wasserabweisend, demzufolge hält es auch unangenehmen Witterungsbedingungen stand, ohne zerstört zu werden. Eine Dämmung direkt an der Hausfassade ohne Abdeckung wird aber trotzdem selten durchgeführt, da das Material eventuell gewissen ästhetischen Ansprüchen nicht genügt. Deshalb verbaut man es gegebenenfalls unter der Hausfassade, was ebenfalls sehr effektiv sein kann. Hauptsächlich kennt man das Material aber aus der Verpackungsindustrie. Gerade besonders empfindliche Geräte und Gläser werden in dieses Material eingebettet, wenn man sie transportiert oder übereinanderstapelt. Das Material ist trotz der geringen Dichte sehr widerstandsfähig gegenüber Druckbeanspruchungen, daher empfiehlt sich der Einsatz in der Verpackungsindustrie und bei der Lagerung kompliziert geformter Produkte.
Polystyrol ist zwar nicht wasserlöslich, löst sich aber in anderen Lösungsmitteln wie beispielsweise Aceton. Deshalb kann man das Material nicht nur in Gussformen geometrisch anpassen, sondern auch chemisch-mechanisch formen, indem man mit Lösungsmitteln behaftete Schneidewerkzeuge einsetzt. Weiterhin ist es möglich, große Mengen des Materials einfach in Lösungsmitteln zu entsorgen, was beispielsweise in der Verwertungs- und Recyclingindustrie praktiziert wird.







